Harald Klemm

Harald Klemm wurde 1960 in Mönchengladbach geboren. Er lebt und arbeitet in Köln. Nach seinem Studium der Geschichte und Philosophie an der RWTH Aachen und einem Restaurierungspraktikum am Museum Abteiberg in Mönchengladbach begann er 1989 seine Tätigkeit als freischaffender Maler und Videokünstler. Seine Arbeiten wurden unter anderem in New York, Boston, Chicago, Seoul und Peking gezeigt und aufgeführt. Seine Werke sind in privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten.

Harald Klemm ergreift die Chance realistischer Darstellung als Möglichkeit, seine freiheitliche Gesinnung begeistert und dabei bedacht und überlegt darzustellen. Er stellt einer Wahrheit nach, die komplizierter darzustellen ist, als die fotografische. Es liegt nahe, dafür sowohl Computerbilder, als auch Fotos zur Grundlage für das Motiv zu machen. Dann tritt die passende Maltechnik auf den Plan: das Motiv entsteht im langsamen Schicht- für Schicht-Auftrag der Farbe. Der Betrachter erlebt den Anblick großer Unbestechlichkeit, während gleichzeitig die Freiheit des dargestellten Gegenstandes seine Gedanken beflügelt. Er sieht die zarten Farbschichten und stellt sich das darunter verborgene vor. Dort, wo viele Schichten hervorschimmern und übereinander lagern, gibt es keine Ideologie mehr, erhebt keine allein gültige Wahrheit Anspruch auf Vorherrschaft. Hier tritt die Wahrheit in ihren unendlich vielen Gesichtern hervor. Die viel gescholtene digitale Bilderwelt zeigt in dieser subtilen Bearbeitung ihre Fähigkeit, Bilder in unbegrenztem Ausmaß auf ihren Wahrheitsgehalt zu untersuchen, auf ihre Vorbildfunktion, auf Werte, die wir schätzen und wahren möchten. (Ingrid Raab, Berlin)

Zur Homepage: http://www.haraldklemm.de